25 Jahre Kultur Gesellschaft Kriens

Chronik

Am 7. Februar 1990 wurde die Kultur Gesellschaft Kriens gegründet. Im Verlaufe der bisher 25 Jahre, in denen der Verein besteht, wurden viele verschiedene Anlässe gestaltet und durchgeführt. Die wichtigsten sollen hier erwähnt werden. Die in der unten verlinkten Chronik aufgeführten Veranstaltungen gelten stellvertretend für die unzähligen kulturellen Anlässe, die im Dorf Kriens am Pilatus stattfanden.

Autoren und Herausgaben

Der erste Teil (1990 – 2004) wurde von Herbert Blättler nach Angaben zusammen gestellt. Die Texte des 2. Teils, 2005 - 2015 stammen aus der Feder von Rosmarie Schneeberger. Die erste Fassung der Chronik (bis 2004) wurde gedruckt herausgegeben. In der Folge finden Sie die Chronik der KGK.

 

Im Rahmen des 25 Jahre Jubiläums der Kulturgesellschaft Kriens fanden die folgenden Aktivitäten statt:


Vernissage im Schloss Schauensee

22. Mai 2014 - Buch- und Tonbildvernissage "Die Sonnenvögel" und "Dornröschens Vermächtnis"
im Schloss Schauensee, Kriens.


Hüttliwanderung - Ein Reisebericht

30. August 2014 - Hüttliwanderung im Krienser Hochwald "Natur erleben - Kultur entdecken"
mit dem versierten Hüttenkenner und Herausgeber des Buches "Krienser Hochwald", Fredy Vogel.
(Erhältlich in der Papeterie Birrer).

Keiner hätte in der Nacht  vorher gedacht, dass wir einen grossen Teil  der geplanten Wanderung
bei  Sonnenschein, zugegeben ab und zu unter einer Wolke, aber bei sehr angenehmem Wetter durchziehen könnten.

Bei der Bergstation Krienseregg traf sich eine bunte Schar von etwa 30  Wanderlustigen. Fröhlich plaudernd und „gwunderig“ machten wir uns auf den Weg zum ersten Hüttli, eher einem Haus, dem  majestätisch gelegenen „Waldfrieden“ auf der Schärersrüti.

Nun ging es den steilen Wald hinunter, wo manch eine von uns froh war um die Wanderstöcke. Dann an der „Sonntagsruh“ vorbei weiter zum "Häuschen“ im Foremoos . Dieses hatte ich 1991 gezeichnet und konnte es kaum mehr erkennen. Es ist ein stolzes Holzhaus geworden, blaubemalt, Schuppen stehen im umzäunten Garten. Damals war noch ein Holzbrunnen am Strassenrand gestanden, jetzt ist er fast unsichtbar eingewachsen.

 Auf der ganzen Wanderung trafen wir auf blaue Enzianen, aber am schönsten waren sie rund um das "Bastelhäuschen" im Wydenmösli.  Der Besitzer ist im vergangenen Februar 91-jährig gestorben. Er soll gesagt haben, solange er lebe dürfe sein Häuschen nicht abgebrochen werden, es wäre sein Tod!!!  Rund um das Objekt führen vermooste Spuren durch Heidelbeergestrüpp an den Bach, der von dicken Enzianbüschen gesäumt ist. Im kleinen Blumenbeet blühen mit Liebe angepflanzte und offensichtlich gut gepflegte Gartenblumen.

Doch unser Weg ging weiter, jetzt auf der anderen Seite Follenstrasse, wo wir auf  alte Waldarbeiterhütten  stiessen, die vor dem Bau von Hochwaldstrassen und der Pilatusbahn erstellt wurden. Sie dienten früher als Schutz vor der Witterung und als Materialschuppen. Und mitten im Jungholz das kleinste Hüttli.  Es ist weder auf einer Landkarte eingezeichnet, noch in einem Inventar vermerkt. Es ist offen und bietet gerade mal zwei Personen eine Sitzgelegenheit. Plötzlich hüpft vor uns ein wunderschöner Frosch durch das Moos.

Wir müssen gut auf den Boden achten. Durch den starken Regen in der Nacht ist alles matschig. Niemals hätte man ohne Führung den Weg durch diesen Wald gefunden. Es ist ein Erlebnis, die vielen Pilze, der weiche Boden. Es folgt die Überquerung des Follenbaches; dann wieder hinauf und auf der andern Seite der ehemaligen Skipiste erwartet uns der Hüttlibesitzer Stefan. Wir dürfen die von seinem Urgrossvater im Jahre 1918 erbaute Blockhütte auch innen besichtigen. Es wird erzählt, dass hier, wo Fuchs und Hase einander gute Nacht sagen, ein Pistolenclub in den 30er-Jahren seine Wettschiessen durchgeführt habe.

Es geht weiter, abwärts wieder auf den grossen Rundweg und an der Ricketschwändi vorbei Richtung Zimmeregg. Im Waldheim Gred, einer kleinen "Bergvilla", erwartet uns Mandy mit seiner Crew und bewirtet uns recht grosszügig mit Käseschnitten und Getränk.

Von da machen wir uns wieder auf den Rückweg - glücklich, etwas müde und voll von neuen heimatlichen Erlebnissen der etwa 20 Hüttli, alle 50-jährig und älter, die wir am Fusse unseres Hausberges aufsuchten. Was auffiel, wir konnten nichts erfahren über den Weiterbestand, die Zukunft der Gebäude. Das – so scheint uns - soll noch geheim sein.

Rosmarie Schneeberger


Begeisterte Stimmung am Gershwin Konzert

16. November 2014 - Gershwinkonzert mit Gina Morenga und Andreas Gilomen, im grossen Saal der reformierten Kirche Kriens,

Den beiden Interpreten Gina Morenga und Andreas Gilomen ist es gelungen, eine animierte, begeisterte Stimmung in den voll besetzten Saal der Johanneskirche zu zaubern.

Das Konzert begann mit dem Klaviersolo Prélude Nr. 1 in B-Dur. Wer etwas müde oder schläfrig angekommen war, wurde gleich zu Beginn von Rhythmus und Melodie aufgeweckt und mitgenommen in die wunderbare Welt des amerikanischen Komponisten George Gershwin. Seine Musik kommt einem vor, als würde sie Brücken bauen zwischen verschiedenen Welten.

Gina Morenga sang die Lieder mit unglaublich viel Herzblut, mal bittend, mal jauchzend, dann traurig – die wunderschönen Lieder aus verschiedenen Musicals wie z. B. Love is here to stay oder Somebody loves me, aus dem Film „Goldwyn Follies“, gesungen mit so viel Innigkeit, liessen das Publikum förmlich aufblühen. Als dann Summertime aus Porgy und Bess als letztes vor der Pause erscholl, waren besonders die älteren Semester von freudigen Erinnerungen erfasst.

Nach dem kurzen Unterbruch begeisterten die beiden Interpreten wieder – sei es nun mit  The man I love oder A foggy day (ein nebliger Tag); die Emotionen des Publikums gingen mit, es war nicht anders möglich bei einer Sängerin mit so viel Temperament.

Der Pianist Andreas Gilomen verstand es meisterhaft, bei allen Liedern die quirlige Sängerin zu begleiten und damit einen konstanten Klang als Background zu intonieren.
Die Preludes 1 und 2 für Klavier, perfekt und mit viel Einfühlung dargeboten, wurden vom Publikum mit spontanem Applaus verdankt.

Als letztes Programmstück (es folgten noch zwei Zugaben) sang Gina Morenga den Song I got Rhythm - dieser Titel entsprach so sehr ihrem Temperament, er bedeutet nämlich: Ich habe Rhythmus. Das Publikum wurde förmlich hineingerissen in die Rhythmen von Klavier und Gesang - und manch einer verliess nach dem rauschenden Applaus den Saal leichten, tänzerischen Schrittes.

Eine Konzertbesucherin meinte am Schluss:  „Ich bin stolz auf Kriens, dass so etwas hier stattfinden kann.“ Dazu bleibt bloss noch anzufügen: Gratulation und weiter so!

Rosmarie Schneeberger


Filmnachmittag - Lichtmomente

17. Januar 2015 - Filmnachmittag Lichtmomente
Eine Retrospektive mit Werken des Krienser Filmschaffenden Kurt Albisser

Kurt Albisser - Der Licht- und Filmkünstler

Dieses Jahr wäre er am 5. Oktober 84 Jahre alt geworden; vor knapp fünf Jahren ist er 79-jährig von uns gegangen: Der Krienser Filmer  Kurt Albisser. Ein Mann und Künstler, der sich nicht so schnell mit jemand anderem seiner Art vergleichen lässt; eine Art Unikat also. So habe ich ihn seinerzeit – das mag so um 1970 gewesen sein – kennen gelernt. Ein Mann mit Ideen, mit Sinn für Gestaltung, Licht und Farbe. Und ein Mann, der vom Medium Film von A bis Z angesteckt war. Das Filmen hatte den gelernten Konditor-Confiseur gepackt; Torten und Crèmeschnitten gab er zugunsten der schmalen Celluloid-Streifen auf. Ein weiser Entscheid – nicht nur für mich. Ich fand, weil auch ich mich für das Schmalfilmen interessierte, in Kurt Albisser nicht nur einen versierten Fachmann, sondern mit der Zeit einen regelrechten Freund. Wir waren bald „Duzis“ und Kurt Albisser beklebte meine privaten Filme mit einer Tonspur, damit meine Filme nicht stumm blieben. Und er gab mir so manchen Ratschlag, wie ich meine „Kunstwerke“ gekonnt und wirkungsvoll vertonen konnte. Das war Kurt Albisser: Wie oft haben wir in seiner Wirkungsstätte im  Dachgeschoss einer Autogarage im Renggloch gefachsimpelt und ich hatte Gelegenheit, seine Arbeiten als einer der Ersten – wenn auch manchmal nur Sequenzen daraus – anzuschauen und zu begutachten. Da lernte ich Kurt Albisser auch als strengen Kritiker seiner eigenen Arbeiten kennen. Und genau das machte ihn bei seinen Freunden und natürlich auch bei mir und seinen Kunden so beliebt: Er gab sich nicht mit Halbheiten zufrieden; es musste einfach alles stimmen. Von der Idee über die Erarbeitung eines Filmes bis zur Fertigstellung und Premiere. Und wenn dann schlussendlich alles so stimmte, wie er es haben wollte, dann konnte Kurt Albisser strahlen und sich über seinen Erfolg / seine Erfolge freuen.

Vielseitig statt eintönig

Kurt Albisser besass die Fähigkeit, seinen Filmen (im wahrsten Sinn des Wortes zu nehmen, denn CD’s und Videos steckten damals noch in den Kinderschuhen) seinen persönlichen Stempel aufzudrücken. Sei es ein Arbeitsportrait über Hans Baumgartners „Moschti“, über Flugzeuge oder die Eiszeit. Sogar die Stadtpolizei Luzern war Kunde bei Kurt Albisser – aber nicht wegen zu schnellem Autofahren, sondern wegen einem Werbefilm für und über die Polizei. Vielseitig statt eintönig war Kurt Albissers Motto und das kam an. Er überliess nichts dem Zufall und das sprach sich natürlich herum und brachte Erfolg. Wo er all die Ideen für ein gelungenes Drehbuch gefunden hat, das hat Kurt Albisser mit ins Grab mitgenommen. Schaut man seine Arbeiten heute an, staunt man darüber.  Zwei seiner eindrücklichsten Filme bezüglich feinfühliges und künstlerisches Gestalten mit dem Film sind ohne Zweifel  die Filmpoesie über den Krienbach und die Künstlerportraits über die Kunstmaler Hugo Bachmann und Charles Wyrsch. Sogar in den Bereich der Bahntechnik wagte sich Kurt Albisser, als er einen eindrücklichen Streifen über die steilste Zahnradbahn der Welt auf den Pilatus realisierte. Vielseitig statt eintönig ! Das Können dazu hat ihm – zumindest ein grosses Stück weit – der bekannte Kameramann Kurt Grigoleit beigebracht.  Ein Duo, das sich in positivem Sinn gegenseitig ansteckte und damit Erfolg hatte.

Lichtmomente zum Jubiläum

„Schmankerl“ ist in Österreich und Bayern ein Begriff für eine Delikatesse oder einen Leckerbissen. Und ein solches Schmankerl hatte die jubilierende Kulturgesellschaft Kriens (KGK) zu ihrem 25 Jahr Jubiläum bereit gestellt: Sie erinnerte mit der Präsidentin Rosmarie Schneeberger auf das interessante Schaffen von Kurt Albisser. Und sie holte mit Anita Albisser, seiner Tochter, eine kompetente Partnerin ins Boot: Wer kannte den beliebten Filmer wohl nicht besser als sie ?  Am 17. Januar , noch mitten im Winter, lud die KGK ins altehrwürdige Kino Scala zu einem eindrücklichen Rückblick auf Kurt Albissers Schaffen ein. „Lichtmomente“ nannten  die Organisatoren des Filmnachmittags die höchst interessante und ausgesuchte Programmfolge mit 16 Filmen des verstorbenen Künstlers, die von KGK-Präsidentin Rosmarie Schneeberger gekonnt moderiert wurden. „Pilatus Company Video“ über die Pilatus Flugzeugwerke in Stans/Ennetbürgen beispielsweise, „Auf den Spuren der Eiszeitmenschen“ oder „Vom Korn zum Brot“. Von Kurt Albisser wie gewohnt ausgezeichnet recherchierte und filmisch raffiniert umgesetzte Streifen. Oder die „Krienser Tagesschau 1965“ (ein Film über einen Familien- und Vereinsabend des Turnvereins Kriens) oder die Pilatusbahn. Sehr eindrücklich aber auch die beiden Filmpoesien „D’Moschti“ und „D’Schnapsbrönni“ mit seltenen Bildern aus dem Leben des ehemaligen Krienser Originals Hans Baumgartner, der im Moschtihüsli neben dem Krienser Schwimmbad wohnte. Das war Kurt Albisser: Ein- und feinfühlig eingefangene Bilder, die ihren Wert wohl kaum je verlieren dürften. Passend dazu natürlich auch der musikalische Auftakt von Kurt Albissers Tochter Anita, die zusammen mit Andreas Gilomen auf dem Flügel die richtige Stimmung zum Filmnachmittag schuf. Und in den Pausen unterhielt die Gruppe „senza perdono“ (übersetzt „ohne Entschuldigung“) das Publikum zum  Apéro.

Erfreuliches Interesse

Zugegeben: Ein aktueller James Bond Film hätte mehr Zuschauer ins ehemalige Kino Scala gelockt. Die Freunde gekonnt gemachter Dokumentarfilme, die nicht dabei waren, haben aber etwas verpasst: Ein Auge und ein Ohr voll zu nehmen, wie man früher solche Filme gemacht hat und wie man sie heute vermehrt wieder machen sollte. Gut recherchierte und mit Sinn fürs Wesentliche fotografierte Streifen mit Sinn für Ideenreichtum, Farbe und Licht. Keine Effekthascherei mit einfältigen Trickfilmpuppen, wie sie in der heutigen TV – Werbung nerven. So sah man in den Pausen denn auch nur gut gelaunte Gesichter; zumeist ältere Jahrgänge und damit auch Leute, die den Künstler Kurt Albisser noch persönlich gekannt haben. Unter ihnen auch die Krienser Gemeinderätin Judith Luthiger – Senn.  Das stellte unter Beweis, dass Kurt Albisser über seinen Tod hinaus bekannt und beliebt geblieben ist.

Hansruedi Sägesser, Kriens


Ein tolles Jahr

10. März 2015 - GV-Bericht

Liebe KGK-Mitglieder und Kulturinteressierte

Ein tolles Jahr ist vorbei und bereits ist auch unsere 25. GV Vergangenheit. Sie war nebst den vielen anderen Begebenheiten ein Highlight für sich. 31 Mitglieder füllten den Raum bis zum hinterletzten Sitz. Überraschungen waren neben dem geschäftlichen Teil die Hauptsache. Jede und jeder Anwesende erhielt das Buch Alter schützt vor Weisheit nicht vom Autor und ersten Präsidenten signiert, geschenkt. Auf jedem Platz lag eine kleine Zierschachtel mit Inhalt Schoggiherz. Die Musicallieder zur Einstimmung, gesungen von vier Mädels aus dem Chor Farfallina, begleitet vom Chorleiter Ursin Villiger persönlich gab den richtigen Rahmen.

Nun - ich habe mich nochmals interimsmässig wählen lassen. Dies hauptsächlich, weil die Arbeit mit meinen Beiräten sehr produktiv und harmonisch verläuft und ich mich freue, lebendige Kultur zu begleiten.

Rosmarie Schneeberger


Alter schützt vor Weisheit nicht
Gedanken eines 90-Jährigen

2. Mai 2015 - Buchvernissage mit Autor Heinrich Leuthold, im Restaurant Obernau.

Autor des Buches: Heinrich Leuthold.
Das Buch ist bei der KGK erhältlich und kostet Fr. 25.